Praktikumsbericht – Michael Bangas                                                                            

Mein Name ist Michael Bangas, ich bin 15 Jahre alt und mache gerade ein Praktikum als Industriekaufmann bei der Michael Koch GmbH. Ich gehe in die 10. Klasse der Alfred-Delp Realschule und strebe eine Ausbildung als Industriekaufmann an, doch vorher wollte ich den Beruf in einem Praktikum näher kennenlernen. Da die Michael Koch GmbH in meiner näheren Umgebung liegt und sie vielfach für ihr Umweltmanagement und ihre Ausbildung ausgezeichnet ist, entschied ich mich mein Praktikum dort zu machen.

Als ich am Montag im Fabrikle ankam, wurde ich herzlich aufgenommen und mir wurde eine Mappe mit meinem Praktikumsplan und dem Organigramm der Firma übergeben. Herr Goll wies mich in den Aufbau der Firma ein und erklärte mir die einzelnen Produkte, die von der Michael Koch GmbH verkauft werden. Nach diesem Gespräch wurde ich zu Herr Beigel gebracht, der mir sehr ausführlich erläuterte, was Qualitätsmanagement, Arbeitssicherheit und Umweltmanagement bedeuten und dass die Firma sehr viel Wert auf hohe Standards in diesem Bereich legt. Vor kurzem gewann die GmbH den großen Preis des Mittelstandes, eine der größten Auszeichnungen für Mittelständische Firmen in Deutschland, worauf alle Mitarbeiter sehr stolz sind. Es folgte die Orga: Eine Versammlung aller Angestellten des Fabrikle, in der jeder seinen Fortschritt und seine Projekte den anderen vorstellt. Auch für mich war es die erste Chance mich jedem vorzustellen, da sogar mir als Praktikant das Wort gegeben wurde. Den ersten richtigen Einblick in das Arbeitsleben eines Industriekaufmanns bekam ich in der Abteilung des Einkaufs. Mir wurde von Herr Knaus erklärt, dass der Einkauf sich um alles dreht was bestellt oder gekauft wird. Die Michael Koch GmbH kauft Teile von anderen Firmen, die zu ihren Standards passen, um aus diesen ihre elektronischen Geräte zu fertigen. Der Einkauf bestellt Einzelteile und Widerstände und kümmert sich um die Auftragsbestätigung, um den Lieferschein und um die Rechnung der Aufträge. Außerdem kümmert sich der Einkauf um die Lebensmittel, die PCs und um Büromaterial für die Arbeiter der Firma. Mir wurde außerdem die Software, die die Mitarbeiter hier benutzen nähergebracht. Um 17:00 Uhr endete mein erster Praktikumstag.

Am Dienstag war der Feiertag Allerheiligen an dem niemand in der Firma arbeitete.

Mittwoch begann der Tag um 8 Uhr in der Auftragsabwicklung, in dem Bereich, in den alle Bestellungen eingehen. Die Mitarbeiter der Auftragsabwicklung kümmern sich darum, die Bestellung aufzunehmen, zu bearbeiten und zur Produktion weiterzuleiten. In der Produktion werden die bestellten Teile gefertigt und verpackt, sodass die Auftragsabwicklung den Lieferschein und die Rechnung nur noch an der Verpackung anbringen muss. Mir wurde weiter die Bürosoftware Büroware gezeigt, und ich arbeitete weiterhin selbständig unter Aufsicht von Frau Rothenberger. Die Zeit verging im Praktikum bisher sehr schnell, da ich wirklich viel Spaß an der Arbeit hatte und ich alles sehr interessant fand. Um 10 Uhr ging ich in den Vertrieb. Im Vertrieb werden Anfragen von Kunden bearbeitet, da manche Aufträge besondere Maßnahmen erfordern oder einfach schlicht von der Menge her nicht innerhalb kürzester Zeit anzufertigen sind. Der Vertrieb kümmert sich auch um die Vermittlung und Aufnahme von Neukunden. Frau Kopka erarbeitete mit mir mehrere Tabellen zum Umsatz verschiedener Kunden und zeigte mir die Website Creditsafe, in der ich die Entwicklung von Kunden festhalten musste. Ich erfuhr, dass sich der Vertrieb außerdem auch im Außendienst aufhält, um Kunden anzuwerben. Um 13 Uhr ging ich zur Firma Werbekoch, einer eigenen GmbH, die sich auch im Hause befindet. Sie befasst sich mit Kunden, die Anzeigen in verschiedenen Fachzeitschriften oder sonstigen Medien schalten möchten. Werbekoch kümmert sich um alles, was der Kunde möchte, z.B. ein Sponsorfilm der Firma Rovema mit einer Basketballmannschaft. Ich wurde zu vielem geschult, was das Thema Werbung betrifft. Später durfte ich bei Frau Haffner zuschauen, was es alles bei der Assistenz des Chefs zu tun gibt.

Donnerstagmorgens lernte ich eine neue Abteilung kennen: Die Entwicklung. Die Entwicklung ist sehr wichtig, denn dort werden neue Geräte entwickelt und bestehende Geräte verbessert. Herr Sinner erläuterte mit, dass die Entwicklung in verschiedene Bereiche unterteilt sei. Er kümmert sich um den Prozessor und den Aufbau der Platine. Man muss eine Programmiersprache beherrschen, um dem Gerät Befehle geben zu können. Die andere Hälfte der Entwicklung kümmert sich um das Testen der Geräte, um die Optimierung und um die Fehleraufnahme. Ich schaute eine Präsentation, die zeigte, wie die Geräte der Michael Koch GmbH funktionieren und wofür sie gebraucht werden. Ich fand die Entwicklung sehr interessant, doch leider kann ich mich mit diesem Aufgabenbereich nicht identifizieren, da es nun mal auch sehr lange dauert, die Grundlagen zu erlernen und man ein gewisses Grundwissen haben sollte. Um 10 Uhr durfte ich wieder in den Vertrieb und meine Arbeit vom vorherigen Tag fortsetzen. Des Weiteren musste geprüft werden welche Produkte von Kunden größtenteils gekauft werden. Ich musste diese Informationen in Dokumente eintragen. Die nächste Abteilung war die Personalabteilung in der die Arbeitsstunden der Angestellten geprüft werden und unter anderem Urlaubstage eingetragen und genehmigt werden. Jeder Mitarbeiter der Michael Koch GmbH bekommt ein eigenes Kürzel seines Namens, das möglichst aus dem ersten Buchstaben des Vor- und Nachnamens besteht. Dies dient zur Unterteilung und zur besseren Organisation. Danach ging ich in die Technik und Logistik, wo mir Herr Beigel mehr zu seiner Arbeit als Assistenz der Abteilungsleitung zeigte. In so einem Fall fällt sehr viel Arbeit an und ich bewunderte, wie Herr Beigel sich trotzdem Zeit für mich nehmen, mir alles erklären und meine Fragen beantworten konnte. Er behauptete, dass es manchmal sehr viel Arbeit gibt z.B. im Falle einer Vertretung, aber mit genügend Disziplin und Organisation lassen sich auch diese Aufgaben bewältigen. Wie immer endete mein Praktikumstag um 17:00 Uhr.

Am Freitag durfte ich noch Frau Nier bei ihrer Arbeit zuschauen. Sie hat eine einzigartige Rolle in der Firma, denn sie kümmert sich um alle Zeichnungen die anstehen. Wenn ein Kunde besondere Maße für sein Gerät möchte, muss Frau Nier einen Plan erstellen und ihn aufzeichnen. Sie besitzt an ihrem PC ein Programm zur Erstellung von 3D Modellen. Mich wunderte es wie detailliert die Geräte und Einzelteile dargestellt werden können. Sie übernahm auch einen Teil der Vertretung des Abteilungsleiters. Es gab sehr viele Aufgaben zu erledigen, denn die SPS Messe stand bald an. Das ist eine große Messe bei der die Michael Koch GmbH einen großen Stand hatte für den viel vorbereitet werden musste, so musste z.B. Geräte an eine Platte angeschraubt werden für die Frau Nier eine Zeichnung der Position der Schrauben angefertigt hatte.

Ich fand das Praktikum sehr aufschlussreich und spannend. Es gab Abteilungen die ich interessanter fand als andere und die mir mehr lagen. Am meisten interessierten mich der Vertrieb und der Einkauf, doch auch die Auftragsabwicklung war interessant. Ich durfte sehr viel mitarbeiten und jeder Mitarbeiter nahm sich immer Zeit für mich. Das Praktikum gewährte mir einen vollständigen Einblick in das Berufsleben eines Industriekaufmannes und in die Michael Koch GmbH. Außerdem sah ich auch den Beruf Lagerist, Produktdesigner, Elektronikingenieur und noch viele mehr. Die Ausstattung der Firma ist extrem gut und Geräte wie PCs werden alle 2 Jahre erneuert. Auch höhenverstellbare Tische sind da, damit man nicht immer sitzen muss, sondern auch mal stehen kann, wenn man es möchte. Das Arbeitsklima und das Verhältnis der Mitarbeiter ist sehr gut, da man immer miteinander arbeitet und die Arbeitsqualität sehr hoch ist. Ich bin sehr zufrieden und werde mich auch um eine Ausbildung bewerben.

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